25 Jahre gelebtes Netzwerk – Jubiläumstreffen der Koordinator:innen ambulanter Hospizdienste
25 Jahre gelebtes Netzwerk – Jubiläumstreffen der Koordinator:innen ambulanter Hospizdienste
Viermal im Jahr kommen die Koordinatorinnen und Koordinatoren der ambulanten Hospizdienste aus Oberhausen, Mülheim, Duisburg und Bottrop zusammen. Bei einem gemeinsamen Frühstück entsteht Raum für Austausch, für Fragen – und für Antworten, die oft schon im Kreis vorhanden sind. Netzwerken im besten Sinne.
Was vor 25 Jahren als Idee begann, ist heute ein verlässliches und lebendiges Miteinander. Rund zehn Personen bilden einen Kreis, der sich stetig weiterentwickelt und doch seinem Kern treu bleibt: dem offenen Austausch auf Augenhöhe. In angenehmer Atmosphäre wird gesprochen, nachgefragt, ergänzt – und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Leicht im Ton, aber von großer Bedeutung. Denn: Gemeinsam ist man stärker als allein.
Auch fachliche Themen finden hier ihren Platz. So wird beispielsweise der § 39a SGB V regelmäßig aufgegriffen – die gesetzliche Grundlage für die Förderung ambulanter Hospizdienste durch die Krankenkassen. Er ermöglicht die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Zugehörigen in ihrem vertrauten Umfeld.
„Vor 25 Jahren hatte ich die Idee, die damals noch jungen und oft personell klein aufgestellten ambulanten Hospizdienste stärker zu vernetzen“, erinnert sich Rafaela Schmitz vom Ambulanten Hospiz Mülheim, die dem Kreis bis heute angehört.
Neben grundsätzlichen Themen gibt es immer auch ganz praktische Fragestellungen aus dem Alltag: „Stellt Ihr nach dem Qualifizierungskurs Teilnahmebescheinigungen oder Zertifikate aus?“, fragt Helga Jochem-Balshüsemann von der Hospizbewegung Duisburg-Hamborn. Eine Frage, die an diesem Vormittag engagiert diskutiert wird – während die Käseplatte ihre Runde macht.
Auch die Christlichen Hospize Oberhausen waren beim Jubiläumstreffen vertreten: Mit Ulla Jansen und Sandra Förster nahmen zwei erfahrene Koordinatorinnen aus dem Ambulanten Hospiz St. Vinzenz Pallotti teil. Beide bringen ihre fachliche Kompetenz und ihre langjährige Erfahrung in die Netzwerkarbeit ein und schätzen den kollegialen Austausch sehr.
„Für uns ist dieses Treffen seit vielen Jahren eine große Bereicherung – fachlich wie menschlich. Es tut gut zu erleben, wie viel wir voneinander lernen können“, beschreiben sie ihre Motivation.
Im April 2026 fand das Treffen im Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V. statt. Das nächste Zusammenkommen ist bereits geplant: Dann lädt das Ambulante Hospiz St. Vinzenz Pallotti ein, Teil der Christlichen Hospize Oberhausen.
Die Idee hinter dem Treffen ist dabei unverändert geblieben – seit 25 Jahren: miteinander im Gespräch bleiben, voneinander lernen und sich gegenseitig stärken.











