Beste Atmosphäre zum Einstieg
Beste Atmosphäre zum Einstieg
Offizielle Einweihung des neuen Stationären Hospizes am 29. Mai 2026 im Pankratius-Viertel
(Weitere Einblicke in der großen Galerie unten)
Während das Treppenhaus im jungen Hospizgebäude noch nach frischem Baustaub roch, bereiteten sich die Etagen 1 und 2 darauf vor, ihre Besuchenden mit bester Laune zu verwöhnen. Und so fand schließlich – nach rund 3,5 Jahren Vorbereitungszeit – am 29. Mai die Eröffnung des neuen Stationären Hospizes im Pankratius‐Viertel statt.
Rund 100 Besuchende folgten dem Aufruf und füllten zunehmend die einladenden neuen Räume. Es war schon eine besondere Situation, liefen doch vereinzelt noch die letzten Handwerker umher, während festlich gekleidete Gäste eintrafen. In Windeseile tauschte sich nun das Publikum aus und formte eine ausgelassene Atmosphäre der (Vor-)Freude.
In dieser positiven Stimmung eröffnete Caritasdirektor Michael Kreuzfelder den Festakt, begrüßte die Würdenträger des Tages und nahm die Zuhörenden auf eine kleine Gedankenreise mit, in der auch der ökumenische Ansatz dieses Hospizes zu Wort kam. „Die beiden christlichen Kirchen in dieser Stadt tragen dieses Hospiz, weil unser Glaube uns dazu verpflichtet und weil wir davon überzeugt sind, dass die Würde eines Menschen nicht endet, wenn die Kräfte nachlassen.“ Der Caritasdirektor fesselte die Gäste mit einer locker-leichten Art vom ersten Moment an und pendelte so von der Eröffnungsrede in eine moderative Funktion, in der er im Anschluss Oberbürgermeister Thorsten Berg begrüßte.
Der erste Bürger der Stadt führte gleichsam souverän die Gedanken des Vorredners fort und ergänzte: „Eine Stadtgesellschaft zeigt ihre Stärke nicht nur dort, wo alles gut läuft, sondern vor allem auch und ganz besonders dort, wo Menschen unsere Unterstützung brauchen.“ Berg hat sich in seiner jungen Amtszeit bereits vielfach der Hospizarbeit zugewandt. Und ja, es ist ein tolles Zeichen, dass sich der Oberbürgermeister über seine Redezeit hinaus für die Arbeit im Stationären Hospiz interessiert.
Während die sommerlichen Temperaturen des Tages langsam anstiegen, folgte mit Ulrike Schachner ein Mitglied des Vorstands der GE-WO, die dieses Gebäude als Bauherr und Vermieter verwalten. Es war der erfahrenen Immobilienfachfrau anzumerken, dass diese Eröffnung auch für sie etwas ganz Besonderes ist. „Gerade in einem Hospiz sind viele Anforderungen nicht sichtbar, aber von unschätzbarer Bedeutung für die Menschen, die hier leben und arbeiten werden.“ Nicht zuletzt betonte sie – wie beinahe jeder Redende – die herausragende Rolle des neuen Standortes mitten in Osterfeld, der nicht abseits, sondern diesseits des bunten Lebens ist.
Ihr folgte der Vorsitzende des Förderverein Wilfried Landfermann, der einen streiflichtartigen Rückblick über die Geschichte des stationären Hospizes in Osterfeld und natürlich auch des Fördervereins gab. Und dann schließlich trat Probst und Stadtdechant Andre Müller, gemeinsam mit der Hospiz-Seelsorgerin Stephanie Hermann, vor das gebannte Publikum. Ihnen gebührte die Ehre, das Haus zu segnen – was sie nach einem Segensgebet auch taten. Mit dem silbrigen Aspergill – jenem Stab mit der durchlöcherten Kugel – besprengte er jeden Raum des Hauses mit geweihtem Wasser. Es machte dem Geistlichen sichtlich Freude, das Haus unter den symbolischen Schutz Gottes zu stellen.
Bevor der offizielle Teil des Tages endete, informierte Michael Kreuzfelder die Anwesenden noch über den Wechsel in der Führungsetage des neuen Hauses. Der bisherige Hospizleiter Andreas Stahl gab den Staffelstab bereits zum 1. Mai an Anna Herten weiter. Er hat den Neubau vom ersten Moment an maßgeblich geformt, nun kümmert er sich vornehmlich um die psychosoziale Begleitung der hospizlichen Gäste, während Herten mit ihrem Team die Organisation des Hospizes übernimmt.
Und dann schließlich eröffnete der Caritasdirektor das Büffet und entließ die Gäste ins junge Gebäude, auf dass sie sich jeden einzelnen individuell gestalteten Raum in Ruhe ansehen. Was um 10 Uhr offiziell begann, endete erst am Nachmittag. Zu groß war das Interesse, zu ausgelassen die Stimmung. Von einem rauschenden Fest zu sprechen, mag in Anbetracht des Ortes sonderbar wirken – zugleich wurde vielfach und ausdrücklich betont, wie sehr dieses Stationäre Hospiz mitten in der Gesellschaft und im Leben verankert ist. Die Begeisterung zählt ausdrücklich dazu. Für die ruhigen und trauernden Momente wird nun genug Zeit bleiben. Aber alles begann mit großer Freude. Eine bessere Atmosphäre kann kein Hospiz aufnehmen.


































































